Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) (Postdoc)
Die zu besetzende Stelle ist im Arbeitsbereich Allgemein- und Viszeralchirurgie – Leber- und Tumorbiologie angesiedelt. Die Forschung dieses Arbeitsbereichs befasst sich mit der Untersuchung von viszeralen Neoplasien und Metastasierungen, um das Verständnis der Tumorbiologie zu erweitern und zu vertiefen. Im EIC-Pathfinder-Projekt CHEM-SCAN (HIGH-RESOLUTION FUNCTIONAL OPTICAL IMAGING OF CHEMORESISTANCE) werden Tumorstammzellen aus primären Kolonkarzinomen und ihren zugehörigen Metastasen untersucht. Die Stelle verantwortet das klinisch-experimentelle Arbeitspaket (organoidbasierte Modelle zur Bewertung von Progression und Therapie kolorektaler Karzinome und assoziierter Metastasen) und übernimmt darin eine wissenschaftlich eigenständige, koordinierende Rolle in einem internationalen Konsortium.
Forschungsaufgaben (100 %):
- eigenverantwortliche Leitung und Durchführung der experimentellen Arbeiten des klinischen Arbeitspakets in enger Abstimmung mit den optisch-physikalischen und biochemischen Partnern des Konsortiums
- Aufbau und Optimierung von 3D-Organoid- und Sphäroidmodellen aus primärem und metastatischem Gewebe unter Erhalt der Tumorheterogenität
- Entwicklung, Anwendung und Analyse fluoreszenter (FLIM-) Biosensoren in 2D- und 3D-Systemen, einschließlich vergleichender Chemoresistenz-Profilierung primärer und metastatischer Tumoren
- Anwendung und Mitoptimierung fortgeschrittener fluoreszenzmikroskopischer Verfahren (u. a. konfokale/Fluoreszenz-Lebensdauer-Bildgebung) an lebenden 3D-Modellen
- Integration und Interpretation multiparametrischer Bildgebungs- und molekularer Daten, einschließlich Sequenzierungsdaten, zu belastbaren biologischen Aussagen
- wissenschaftliche Koordination der Zusammenarbeit mit internationalen Forschungs- und Industriepartner*innen
- Zusammenstellung und Organisation der (Meta-)Daten im Sinne offener und reproduzierbarer Forschung
- Schreiben und Veröffentlichen von Manuskripten sowie Präsentation auf internationalen Konferenzen
- Mitwirkung an der Betreuung und Anleitung von Studierenden und Promovierenden
Die Beschäftigung ist der wissenschaftlichen Qualifizierung förderlich, die Gelegenheit zur wissenschaftlichen (Weiter-)Qualifikation wird gegeben.
- Vergütung nach E13 TV-L
- befristet auf 36 Monate (§ 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG; entsprechend den Vorgaben des WissZeitVG und des Vertrages über gute Beschäftigungsbedingungen kann sich im Einzelfall eine abweichende Vertragslaufzeit ergeben)
- Vollzeit
- interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten
- Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- fester Dienstort (Bielefeld) ohne Reisetätigkeit
- flexible Arbeitszeiten
- 30 Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche und zusätzlich arbeitsfrei am 24.12. und 31.12.
- gute Verkehrsanbindung
- betriebliche Zusatzversorgung (VBL)
- kollegiale Zusammenarbeit
- offene und angenehme Arbeitsatmosphäre
- spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten
- modernes Arbeitsumfeld mit digitalen Prozessen
- vielfältige Angebote (Mensa, Cafeteria, Restaurants, Uni-Shop, Geldautomaten etc.)
- abgeschlossenes einschlägiges wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Molekularbiologie, Medizinische Biotechnologie, molekulare Biomedizin, Biochemie oder einem vergleichbar geeigneten Fach
- abgeschlossene Promotion (PhD/Dr.) in Biophysik, (molekularer) Biomedizin, Biotechnologie, Biochemie, Zellbiologie oder einem eng verwandten Fach
- nachgewiesene, fortgeschrittene Erfahrung mit 3D-In-vitro-Modellen (multizelluläre Sphäroide und/oder Organoide)
- praktische Erfahrung in der Primärzell- und Gewebekultur, insbesondere im Umgang mit primärem Gewebe (z. B. Leber-, Tumor- oder Endothelzellen)
- selbstständige, eigenverantwortliche und stark organisierte Arbeitsweise mit der Fähigkeit, ein Arbeitspaket innerhalb eines internationalen Konsortiums eigenständig zu führen
- nachweisbare wissenschaftliche Produktivität (Erstautor-Publikationen) sowie Erfahrung in der Mitwirkung an internationalen Verbundprojekten
- Bereitschaft und Erfahrung im Bereich internationaler Mobilität und kollaborativer Forschungsaufenthalte
- sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (mind. C1); Deutschkenntnisse sind willkommen, aber nicht Voraussetzung
- kooperativer, teamorientierter Arbeitsstil sowie Gender- und Diversitykompetenz
- Erfahrung mit reproduzierbaren, standardisierten Arbeitsabläufen und Datenmanagement
- Erfahrung in der Analyse und Interpretation von Daten aus RNA-Sequenzierung
- Erfahrung in der Betreuung von Studierenden sowie im akademischen Publizieren
- Erfahrungen mit Polypharmazie- und/oder Leber-/Endothelmodellen sind von Vorteil
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Bewerbungsfrist: 23.07.2026