In der Fakultät für Soziologie sind 2 Positionen als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Doktorand*in) im Projekt "Multidimensionale Dynamiken des organisationalen Policy-Feedbacks" zu besetzen:
Diversitätspolitiken am Arbeitsplatz werden zunehmend als Mittel zur Förderung von Chancengleichheit, Wertschätzung und Wohlbefinden benachteiligter Gruppen von Beschäftigten diskutiert, insbesondere von Frauen, Eltern, Menschen mit Migrationshintergrund oder älteren Arbeitnehmer*innen. Dazu gehören beispielsweise freiwillige Frauenquoten, Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund, Gleitzeit und Homeoffice als familienfreundliche Arbeitsplatzmaßnahmen oder Teilzeitoptionen für ältere Arbeitnehmer*innen. Das Drittmittelprojekt, welches in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt wird, untersucht, wann Betriebe Diversitätspolitiken einführen, modifizieren oder abschaffen und inwiefern betriebliche Diversitätspolitiken zu einem Wandel betrieblicher Ungleichheitsstrukturen beitragen. Dabei werden zwei Arten von organisationalen Policy-Feedback unterschieden: strukturelles Policy-Feedback, welches Folgen für die Zusammensetzung der Belegschaft und von Führungspositionen beschreibt und relationales Policy-Feedback, welches Konsequenzen für soziale Austauschbeziehungen mit Kolleg*innen und Führungskräften in den Blick nimmt. Dies betrifft zum einen Stereotypisierungen, Anerkennungen und Aushandlungen in der Austauschbeziehung (TP 1) als auch Erwartungen, Unterstützung und Konflikte von und mit Kolleg*innen und Vorgesetzen (TP 2). Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist außerdem die Entwicklung, Durchführung und Auswertung der vierten Welle des Linked Employer-Employee Panels B3 (LEEP-B3), einer quantitative Betriebs- und Beschäftigtenbefragung deutscher Großbetriebe.
Forschungsaufgaben in TP 1 "Stereotypisierungen, Anerkennungen und Aushandlungen in der Austauschbeziehung" oder TP 2 "Erwartungen, Unterstützung und Konflikte von und mit Kolleg*innen und Vorgesetzten" (100 %):
Die Beschäftigung ist der wissenschaftlichen Qualifizierung förderlich, die Gelegenheit zur wissenschaftlichen (Weiter-)Qualifikation wird gegeben.
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